Forum Senioren Meckenheim organisierte Dialog mit den Kandidaten zu Anliegen von Senioren und Seniorinnen

Die Meckenheimerinnen und Meckenheimer haben am 14. September 2025 Sven Schnieber zu ihrem neuen Bürgermeister gewählt. Kurz vor der Wahl, am 10. September hatte das Forum Senioren Meckenheim eine Dialogveranstaltung mit beiden Bürgermeisterkandidaten im Zeughaus organisiert. Mit rund 70 Anwesenden war diese Veranstaltung mit dem Fokus auf die Anliegen der älteren Bevölkerung gut besucht.

Der Moderator, Ludwig Weitz, startete die Veranstaltung nach der Begrüßung durch die Vorsitzende, Sabine Mehrholz mit Fragen an die beiden Kandidaten Stefan Pohl (SPD) und Sven Schnieber (CDU) zu ihren persönlichen Vorlieben, ihrem Bezug zu Meckenheim und ihrem beruflichem Hintergrund.

Die Schwerpunkte für das Gespräch und für die Fragen der teilnehmenden BürgerInnen und Bürger waren:

Der Demografischer Wandel (spezifische Herausforderungen, Vorbereitung „der Stadt“, neue Ideen)
Die Teilhabe älterer Menschen (Ehrenamt, Kultur, Städtisches Zentrum, Digitalisierung, Nah-Versorgung, einzelne Ortsteile)
Die Pflegesituation (Heime, Tagespflege, pflegende Angehörige)
Die medizinische Versorgung (Hausarztversorgung, Fachärzte-Lücken)
Alltagshilfen (Bedarf, Angebote)
Die Lage am Wohnungsmarkt, Wohnen (Wohnungstausch, seniorengerechtes Wohnen, gemeinschaftliche Wohnformen)
Mobilitätsfragen (Bürgerbus, Anbindung Ortsteile)
Das Thema Auswirkungen des Klimawandels ( Schutz, Verschattung, Trinkbrunnen, Begrünung)

Es fand eine lebhafte Diskussion statt, aus der vor allem die Themen Ehrenamt und Pflege herausstachen. An die BM Kandidaten gab es unter dem Punkt Teilhabe z.B. die Bitte im Rahmen der Digitalisierung darauf zu achten, das bestimmte Informationen weiterhin auf Papier zu haben sind. z.B. Busfahrpläne.

Zum Thema Pflege gab es intensive Einblicke und Wünsche an die Kandidaten durch die Heimleitung des Seniorenhaus St. Josef. Das Heimplätze fehlen, war kein Diskussionspunkt, sondern sei Realität, wie viele der Anwesenden bestätigten. Die aktuell bestehenden Engpässe aufgrund fehlender Mitarbeitenden seien problematisch. Wichtig war die Bitte an die Politik, sich dafür stark zu machen, dass ausländische Pflegekräfte schneller mit weniger bürokratischen Hürden mit ihrer Arbeit beginnen dürften. Es dauere bisweilen ein Jahr, bevor es soweit sei. Wenn diese Zeiten verkürzt werden könnten, hätte man in den bestehenden Pflegeheimen mehr Kapazitäten.

Bezahlbarer Wohnraum war ebenfalls ein großes Thema – nicht nur für Senioren, sondern für die gesamte Bevölkerung.

Die beiden Kandidaten betonten nicht nur die Bedeutung des Ehrenamtes und der Vereine für Meckenheim, sondern auch, dass sie die Anliegen der Seniorinnen und Senioren sehr wohl im Blick hätten.

Zum Ende Veranstaltung konnten die beiden Kandidaten Fragen an die Bürger richten. Die Wünsche der Anwesenden waren unter anderem, das der Bürgermeister als Mediator zwischen den politischen Parteien fungieren und im besten Interesse für die Bürgerschaft – egal ob jung oder alt – handeln solle. Des weiteres wurde gewünscht Räume zu schaffen in denen das Ehrenamt wirksam seinen Tätigkeiten nachgehen könne.

Zur Abschlussfrage an die Bürgermeister: 100 Tage nach der Wahl: Was ist von Ihnen dann in die Wege geleitet worden? antwortete Sven Schnieber mit dem Hinweis auf sein 10-Punkte-Programm für die ersten 100 Tage, dass er ein Seniorenforum als Dialog mit den Seniorenvertretungen, Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsverbänden organisieren wolle mit den Schwerpunktthemen Mobilität, Teilhabe, Vorgehen gegen Einsamkeit und altersgerechte Angebote.

Moderator und Vorsitzende bedankten sich am Ende bei den beiden Kandidaten für ihre Zeit und den Teilnehmenden für die anregende Diskussion