der GESELLSCHAFT FÜR INTERNATIONALEN KULTURAUSTAUSCH (GIK), dem FORUM SENIOREN und dem BÜRGERVEREIN MECKENHEIM

20.02.2019 Gauguin

Mehr Informationen zum Film

Wir laden in unserer KKK-Reihe zu unserem 34. Film ein,

Mittwoch, 20.02. 2019 18.00 Uhr

Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstr.17

Paul Gauguin, Paul Cézanne und van Gogh gelten als die bedeutendsten Wegbereiter der modernen Malerei des 20. Jahrhunderts. Gauguin fühlte sich von der europäischen Zivilisation eingeengt, von seinen Mitmenschen unverstanden, in seiner Kreativität behindert durch Regeln seiner Zeit, durch Vorschriften, Moral, Politik. Statt Eingrenzungen in der Kunst sucht er freie Entfaltung, er möchte die echte Malerei entdecken, frei und unabhängig. Er flieht 1891 von Paris auf die Südseeinsel Tahiti. Ein Jahr vor seiner Abreise schreibt Gauguin an einen befreundeten Künstler, die „glücklichen Bewohner eines unbeachteten Paradieses in Ozeanien kennen vom Leben nichts anderes als seine Süße. Für sie heißt Leben Singen und Lieben“. Zunächst scheint sich diese naive Vorstellung tatsächlich zu bestätigen. In seinem Biopic „Gauguin“ konzentriert sich der Regisseur Leduc auf den drei Jahre umfassenden ersten Polynesien-Aufenthalt des von Vincent Cassel („Black Swan“) verkörperten Künstlers. Leduc will offensichtlich die Widersprüche im Handeln des Zivilisations-Aussteigers darstellen. Die kraftvollen Südseebilder des berühmten Künstlers entstanden wahrlich nicht unter idyllischen, paradiesischen Umständen. Zwar erfährt Gauguin eine schicksalhafte Begegnung mit Tehura, einer charismatischen, jungen, exotischen Inselschönheit. Sie wird nicht nur seine Frau sondern das Motiv seiner bedeutendsten Gemälde. Gauguin erlangt seine Inspiration zurück und beginnt einen völlig neuen Kunststil zu entwickeln, fernab des von rigorosen Vorschriften geprägten Europa. Auf Tahiti malt er die Bilder, die ihn später berühmt machen sollten und uns noch heute faszinieren. Doch das Leben in dem erhofften Paradies – zurück zum wahren Leben – erweist sich als Illusion, es entpuppt sich als unerwartet hart. Im selbstauferlegten Exil lebt Gauguin mit den Eingeborenen im Dschungel zunächst in einer einfachen Hütte. Doch schon bald führt Gauguins chronischer Geldmangel zu Problemen wie Hunger und Krankheit, die immer stärker lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Er leidet unter Einsamkeit, Not, schlechter (medizinischer) Versorgung. Und doch entsteht ein Aufbruch in eine neue Richtung der Kunst, nicht nur der Malerei.

Der Film bietet uns Anstoß zu interessantem Streitgespräch: Was haben die ethnographischen Utopien bewirkt? Wie sehen wir heute das Verhalten des Aussteigers Gauguin? Mit welchen Augen ist hier die indigene Bevölkerung gesehen? Was berührt, bewegt uns am Leben Gauguins? Was fasziniert uns an seinen Bildern? Wir sind auf kritische Beiträge gespannt.

09.04.2019 Die Frau, die vorausgeht
Die wahre Geschichte der Bürgerrechtsaktivistin Weldon. Sie lebte ab1889 bei den Lakota-Indianern und kämpfte für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner. Sie musste es bitter bezahlen.

06.06.2019 Das Schweigen
Zu Beginn der sechziger Jahre schuf Ingmar Bergmann einen neuen europäischen Filmtyp, der das Ende alter Wertvorstellungen thematisiert, das Problem einer Moderne der Einsamkeit und Kommunikationslosigkeit, von Moral-Vernunft, Selbsterkenntnis-Schuld aufgreift.

05.07.2019 Das grüne Gold
Dokumentarfilm über die Zusammenhänge zwischen internationaler Entwicklungshilfe und weltweiter Spekulation mit Ackerland, Folgen neoliberaler Investitionspolitik.

03.09.2019 Aus dem Nichts
Katja verliert bei einem rechtsextrem motivierten Bombenanschlag ihre Familie, die Justiz hilft nicht weiter. Katja nimmt die Aufklärung selbst in die Hand.

06.11.2019 Draußen in meinem Kopf
Der 28-jährige Sven ist auf ein Pflegeheim angewiesen. Ihn lernt während seines freiwilligen sozialen Jahres Christoph kennen. Es entsteht eine echte Freundschaft, die jedoch von Herausforderungen geprägt ist.

Wir erbitten die Anmeldung unmittelbar beim Drehwerk, Tel. 02225-7081719. Bitte geben Sie die Mitgliedschaft bei GIK, FSM oder BVM an.
Die Anmeldung ist verbindlich. Im Eintrittspreis von (jetzt) 12 € ist ein Imbiss eingeschlossen. Plötzliches Verhindertsein verpflichtet zum Anruf oder zum Stellen einer Ersatzperson. Immer wieder werden Interessenten abgewiesen, obgleich dann bei der Vorführung Plätze frei bleiben. Außerdem kann der Preis einschließlich Imbiss nicht gehalten werden, wenn Angemeldete ohne Nachricht wegbleiben. Kosten müssen deshalb in diesem Fall in Rechnung gestellt werden. Bitte Karten vor 17.50 h an der Kasse abholen und die Plätze bis 17.55 h einnehmen.

Edeltraud Rädle, Erika Neubauer, Manfred Jastrzemski, Bernhard Granz, Gottfried Dietzel

Bei Fragen wenden Sie sich an Edeltraud Rädle, Tel.: 02225 15027 oder edel-raedle@t-online.de