der GESELLSCHAFT FÜR INTERNATIONALEN KULTURAUSTAUSCH (GIK), dem FORUM SENIOREN und dem BÜRGERVEREIN MECKENHEIM

06.09.18 Django – Ein Leben für die Musik

mehr lesen...

Wir laden in unserer KKK-Reihe zu unserem 32. Film ein, Donnerstag, 06.09. 2018 18.00 Uhr Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstr.17

Dieser Film eröffnete 2017  den Wettbewerb der 67. Berlinale, uns öffnet er einen Abend mit wunderbarer Musik und interessanten Gesprächen. Wir sind im Jahre1943 in Paris, das von den Nazis besetzt. ist. Während Sinti und Roma verfolgt werden, kann sich die Jazz-Legende Django trotz seiner Sinti-Wurzeln sicher fühlen, denn mit seinem einzigartigen Gypsie-Swing füllt der Gitarrenvirtuose die Konzertsäle, löst er Begeisterungsstürme aus.

Doch plötzlich soll seine Kunst vereinnahmt werden, denn Goebbels plant, den Star für eine Tournee nach Berlin zu holen. Django weigert sich, seine Kunst für Propagandazwecke missbrauchen zu lassen und ist von nun an mit seiner Familie auf der Flucht. In der Nähe des Genfer Sees kommt er in Kontakt mit Résistance-Kämpfern. Aber noch einmal spielt Django – allerdings mit strengen Auflagen – vor deutschen Nazi Offizieren. Das Konzert wird jäh unterbrochen, als ein Soldat einen Sprengstoffanschlag auf einen deutschen Zug meldet.

Die Handlung wird spannend, darum geht es jedoch nicht in erster Linie: der Film ist nicht dokumentarisch, sondern er beruht wesentlich auf der mit fiktiven Elementen angereicherten Django Reinhardt-Biografie „Folles de Djhango“, veröffentlicht 2013 von dem französischen Autor Alexis Salatko, es wird nicht ein ganzes Künstlerleben gezeigt, sondern Schlüssel-Ereignisse im Jahr 1943.

Es gibt viel Musik von Django Reinhardt, neu eingespielt von dem Rosenberg Trio; und Django Darsteller Reda Kateb hat ein Jahr lang Gitarre geübt, um den “Dreifingerblitz“ zu imitieren.

Im Mai 1945 wird sein Requiem für die vom Nationalsozialismus getöteten Sinti und Roma in Paris aufgeführt. Neben Streichern und einem Chor ist das Stück auch mit einer Kirchenorgel besetzt.

Fragen liegen auf der Hand: l´art pour l´art, ist das überhaupt möglich? Ist Musik nicht nur Genuss, Freude, persönliche Leidenschaft, Können, sondern auch ein gesellschaftliches Phänomen, ist Kunst immer auch  politisch?

06.11.18 The Glass Castle (OmU, englisch)

mehr lesen...

Wir laden in unserer KKK-Reihe zu unserem 33. Film ein, Dienstag, 06.11. 2018 18.00 Uhr Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstr.17

Die New Yorker Journalistin Jeannette Walls veröffentlichte 2006 ihren autobiografischen Roman „Schloss aus Glas“, in dem sie ihre Kindheit und Jugend schildert, inzwischen 4,2 Millionen Mal verkauft und in 31 Sprachen übersetzt. Darin beschrieb Walls ihre Familiengeschichte, die von Armut geprägt war, von Hunger, Vernachlässigung, von hartem, die Kinder missbrauchendem Verhalten der Eltern, aber auch von Lichtmomenten warmer Liebe und Augenblicken der Genialität des Vaters. Stundenlang plant er gemeinsam mit seiner Tochter irgendwann ein Schloss aus Glas zu bauen, er schenkt seinen Kindern strahlende Sterne am Firmament statt irgendwelcher Gegenstände. Als Kind wohnte Jeannette Walls nie länger als ein paar Wochen am selben Fleck, denn Spiel- und Alkoholsucht des Vaters verhindern längeres Ausüben eines Jobs, trotz seiner hohen Intelligenz und Ausbildung. Seine Alkoholsucht beeinflusst die Mutter nicht, die lieber Kunstwerke für „die Ewigkeit“ schafft, statt die leeren Bäuche ihrer Kids zu stopfen, die Grenzenlosigkeit als Freiheit deklariert, die Alltagsrealität ausblendet, der Natur vertrauend. Für Jeannette und ihre Geschwister bedeutete dies ein Leben ohne Sicherheit, aber auch ein großes Abenteuer, und – Loyalität untereinander.

Dennoch: mit ihrem Vater verband Jeanette ein festes inneres Band, und: was dich nicht umbringt, macht dich stark.

Ob Jeanette Walls je ein Schloss (aus Glas?) erhält? Diese gelungene Verfilmung des autobiographischen Buches durch den Regisseur Destin Daniel Cretton ist jedenfalls ein hochemotionales und facettenreiches Familiendrama.

Wir erbitten die Anmeldung unmittelbar beim Drehwerk, Tel. 02225-7081719. Bitte geben Sie die Mitgliedschaft bei GIK, FSM oder BVM an.
Die Anmeldung ist verbindlich. Im Eintrittspreis von 10 € ist ein Imbiss eingeschlossen. Plötzliches Verhindertsein verpflichtet zum Anruf oder zum Stellen einer Ersatzperson. Immer wieder werden Interessenten abgewiesen, obgleich dann bei der Vorführung Plätze frei bleiben. Außerdem kann der Preis einschließlich Imbiss nicht gehalten werden, wenn Angemeldete ohne Nachricht wegbleiben. Kosten müssen deshalb in diesem Fall in Rechnung gestellt werden. Bitte Karten vor 17.50 h an der Kasse abholen und die Plätze bis 17.55 h einnehmen.

Edeltraud Rädle, Erika Neubauer, Manfred Jastrzemski, Bernhard Granz, Gottfried Dietzel

Bei Fragen wenden Sie sich an Edeltraud Rädle, Tel.: 02225 15027 oder edel-raedle@t-online.de