der GESELLSCHAFT FÜR INTERNATIONALEN KULTURAUSTAUSCH (GIK), dem FORUM SENIOREN und dem BÜRGERVEREIN MECKENHEIM

09.04.2019 Die Frau, die vorausgeht

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Wir laden in unserer KKK-Reihe zu unserem 35. Film ein.

Dienstag, 09.04. 2019 18.00 Uhr

Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstr.17

Woman Walks Ahead (so der Originaltitel) erzählt in freier Form mit historischem Hintergrund die Lebensgeschichte der Malerin Carolin Weldon. Diese, im Film Chaterin Weldon genannt, stellt sich den damaligen Konventionen entgegen und reist 1889 von New York gen Westen. Ihr besonderes Ziel ist ein Portrait zu malen des berühmten Indianerhäuptlings Sitting Bull. Dieser willigt zum Portrait ein, nachdem die zur damaligen Zeit gewaltige Summe von 1000 US-Dollar als Honorar von Weldon herausgehandelt worden war. Sitting Bull lässt für dieses Geld Lebensmittel kaufen. Denn die Unterschriften der Sioux zum Parzellierungsvertrag sollen durch Hunger erzwungen werden und vor dem Vertragsschluss wurden die Rationen für die Reservate halbiert.

Der Parzellierungsvertrag wird als großer Betrug für die Sioux entlarvt. Schließlich schlägt sich Catherine Weldon auf die Seite der Indianer und versucht mit allen Mitteln zu helfen – gegen den Hass und für die menschliche Gerechtigkeit. Und das bis zuletzt, obwohl die Lage völlig ausweglos erscheint. Die engagierte Bürgerrechtlerin wird wegen ihres Engagements für die Ureinwohner von der Armee und auch von der Bevölkerung gehasst. Sie wird beschimpft, und man schreckt auch nicht vor körperlicher Gewalt zurück, um der Frau zu zeigen, was man von einer „Indianerfreundin“ hält. In den Jahren 1989/1990 saßen die Wunden, die die beiden Kriegsparteien (Rot gegen Weiß) sich gegenseitig angetan hatten, noch sehr tief. Die Indianer erinnerten sich an die einstige Schlacht zwischen General Crook und den Indianerhäuptlingen in der Gegend und an das Abschlachten durch die US-Armee, – und die weißen Siedler wussten von den Greueltaten der Sioux zu berichten.

Wie kann sich unter der historisch gesicherten so schwierigen Situation das Ende gestalten? Die Regisseurin White erzählt von der Selbstbeherrschung eines Mannes, der es eigentlich gewohnt war, Konflikte mit Gewalt zu lösen, der nun aber Ruhe bewahrt und sowohl Unterdrückung als auch Demütigungen erträgt, um sein Volk zu schützen. In einem eindrucksvollen und emotional mitreißenden Film zeigt uns die Regisseurin, Susanna White, aber auch eine äußerst mutige Frau.

06.06.2019 Das Schweigen von Ingmar Bergmann

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Wir laden in unserer KKK-Reihe zu unserem 36. Film ein

Donnerstag, 06.06.2019 18.00 Uhr

Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstr.1

Viele unserer Kinofreunde baten uns, mal wieder einen alten Klassiker zu zeigen, der eine neue Epoche des Filmschaffens begründete. Nun, hier ist er: Kinostart war der 24.01.1964. Er löste in Deutschland einen ungeheuren Skandal aus. Gerade deshalb „musste“ ich den Film damals zweimal sehen, um den ausgelösten Aufstand zu verstehen, was mir damals völlig misslang. Nach 55 Jahren sehen wir ihn wohl alle anders als damals: Er scheint uns heute arm an Handlungsgeschehen, und an Sexszenen sind wir längst heißere und intimere gewöhnt.

Um beides geht es hier nicht. Der Film beschreibt vielmehr einen Zustand, beispielhaft gezeigt an drei Menschen: Ester, Anna und deren Sohn Johan. Sie leben in einer Welt, deren Sprache sie nicht verstehen, sinnbildhaft für ihre Fremdheit, ihr Unverständnis für einander, ihr fehlendes Vertrauen ohne Nähe zueinander. Das Gefängnis liegt in ihnen selbst, sie sind Gefangene ihrer Lust, ihrer Ängste; sie sind auf der Suche, ohne das Ziel zu wissen, auf sich selbst in die eigene Einsamkeit geworfen.

Anna versucht vergeblich der Leere zu entkommen durch Abenteuer, Ester im Alkohol, in Selbstbefriedigung und in verzweifelten Selbstgesprächen. Bergmann äußerte, er wollte eine Welt zeigen, auf der das Schweigen Gottes lastet und deshalb sich selbst verloren hat.

Aber es gibt Hoffnung: zwar bleibt Ester alleine zurück, aber sie gibt Johan die Übersetzung einiger Wörter der fremden Sprache mit. Das kann der Anfang sein von Verstehen, der Beginn zur Freundlichkeit der Welt, zu Freundschaft, ja sogar zum Begreifen des Geschehens.

05.07.2019 Das grüne Gold
Dokumentarfilm über die Zusammenhänge zwischen internationaler Entwicklungshilfe und weltweiter Spekulation mit Ackerland, Folgen neoliberaler Investitionspolitik.

03.09.2019 Aus dem Nichts
Katja verliert bei einem rechtsextrem motivierten Bombenanschlag ihre Familie, die Justiz hilft nicht weiter. Katja nimmt die Aufklärung selbst in die Hand.

06.11.2019 Draußen in meinem Kopf
Der 28-jährige Sven ist auf ein Pflegeheim angewiesen. Ihn lernt während seines freiwilligen sozialen Jahres Christoph kennen. Es entsteht eine echte Freundschaft, die jedoch von Herausforderungen geprägt ist.


Wir erbitten die Anmeldung unmittelbar beim Drehwerk, Tel. 02225-7081719. Bitte geben Sie die Mitgliedschaft bei GIK, FSM oder BVM an.
Die Anmeldung ist verbindlich. Im Eintrittspreis von (jetzt) 12 € ist ein Imbiss eingeschlossen. Plötzliches Verhindertsein verpflichtet zum Anruf oder zum Stellen einer Ersatzperson. Immer wieder werden Interessenten abgewiesen, obgleich dann bei der Vorführung Plätze frei bleiben. Außerdem kann der Preis einschließlich Imbiss nicht gehalten werden, wenn Angemeldete ohne Nachricht wegbleiben. Kosten müssen deshalb in diesem Fall in Rechnung gestellt werden. Bitte Karten vor 17.50 h an der Kasse abholen und die Plätze bis 17.55 h einnehmen.

Edeltraud Rädle, Erika Neubauer, Manfred Jastrzemski, Bernhard Granz, Gottfried Dietzel

Bei Fragen wenden Sie sich an Edeltraud Rädle, Tel.: 02225 15027 oder edel-raedle@t-online.de