der GESELLSCHAFT FÜR INTERNATIONALEN KULTURAUSTAUSCH (GIK), dem FORUM SENIOREN und dem BÜRGERVEREIN MECKENHEIM

07.01.2020 18.00 Uhr Die rote Linie

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Wir laden in unserer KKK-Reihe zu unserem 40. Film ein

Dienstag, 07.01.2020 18.00 Uhr

Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstr.17

Der Film leistet einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über zukunftsfähige Energiepolitik und dokumentiert die Entstehung einer Bürgerbewegung, die letztlich darum kämpft, den Klimawandel zu verlangsamen.
Seit 2015 begleitete die Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf die Proteste gegen die Rodung der Reste des Hambacher Forstes und gegen die Zerstörung der Dörfer am Rand des Braunkohle-Tagebaus, der größten CO²-Quelle Europas. Sie liegt vor unserer Haustür zwischen Köln und Aachen, nicht irgendwo im „Osten“, wie wir so gerne glauben möchten. Im Herbst 2018 wird der Protest gegen die Rodung schließlich zu einer breiten überregionalen Bewegung, mit hoher Aufmerksamkeit der Medien und gespanntem Interesse der Öffentlichkeit.
Die rote Linie ist keine ausgewogene Fernsehreportage; erzählt werden aufregende sieben Jahre anhand der individuellen Protestaktionen ihrer vier zentralen Protagonisten. Der Film begleitet, beobachtet und dokumentiert, nicht selten mit Kameradrohnen und mit Sympathie für die Demonstranten. Produziert hat ihn Valentin Thurn, bekannt durch seine Umwelt- Filme (»Taste the Waste«, »10 Milliarden«)

Die Absurdität wird klar, wenn schließlich 31.000 Polizisten gegen 50 Baumbesetzer anrücken und es zum Einsatz von Tränengas, Schlagstöcken und Hubschraubern kommt, dann wird ein gerade mal noch 550 Hektar großer Wald – eine tausend Jahre alte grüne Lunge – zum Symbol höchst gefährdeter Umwelt, die verteidigt werden muss. Mit welchem Ergebnis? Der RWE-Konzern verweist lediglich auf „richterlich genehmigte Beschlüsse und Baukonzepte“. Und immerhin hat der NRW-Innenminister zunächst höchst persönlich angeordnet, „harte Linie“ zu fahren im Umgang mit den Demonstranten und „Baumbesetzern“ in diesem mittlerweile berühmtesten Waldstück der Republik.

05.02.2020 18.00 Uhr Styx

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Wir laden in unserer KKK-Reihe zu unserem 41. Film ein

Mittwoch, 05.02.2020 18.00 Uhr

Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstr.17

In der griechischen Mythologie ist Styx der Name des Flusses, der die Unterwelt neunmal umfließt und die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich darstellt. Er bezeichnet eine Art Zwischenreich und bedeutet Wasser des Grauens.

Rike ist Notärztin. In ihrem Urlaub begibt sie sich alleine mit ihrer zwölf Meter langen Yacht  auf einen Segeltörn von Gibraltar nach Ascension im Südatlantik. Auf ihrer Tour wird sie darüber informiert, dass sie sich auf ihrer Route auf einen schweren Sturm einstellen muss, ihr wird aber in jedem Fall Unterstützung zugesagt.

Nach dem heftigen nächtlichen Unwetter entdeckt sie einen havarierten und hoffnungslos überladenen Trawler, auf dem über hundert Menschen unmittelbar vom Tod durch Ertrinken bedroht sind und um ihr Leben flehen. Rikes Yacht ist zu klein, um die Geflüchteten aufzunehmen; sie versucht über Funk Rettung zu organisieren.

Die alarmierte Küstenwache lässt viele Stunden auf sich warten, und teilt schließlich mit, Rike solle sich zurückziehen.

Mit all ihr zur Verfügung stehende Kraft schafft sie es schließlich einen etwa 14jährigen auf ihre Yacht zu bringen. Und alle anderen verzweifelten, dem unausweichlichen Tod geweihten Menschen?

Sie steht vor einem nicht zu lösenden Dilemma. Schließlich schreitet sie zum Äußersten ihrer Möglichkeiten: sie schaltet ihre Bordelektronik ab, aktiviert die Notfunkbake und feuert Signalraketen ab. Nach quälend langem Warten entert sie schließlich im Morgengrauen den Kutter…

Hier ist ein „exzellenter“ (Pia Reiser) Film entstanden, der nicht nur inhaltlich und thematisch stark berührt, sondern auch formell einzigartig ist in seiner Metaphorik.

Zu diesem besonderen KKK-Abend hat die Flüchtlingsbeauftragte und –koordinatorin, Frau Maesgen, ihr Kommen zugesagt. Nach dem Film gibt sie uns Einblick in ihre Arbeit und Erfahrungen zusammen mit einigen Mitarbeitern, die uns für Fragen zur Verfügung stehen.

23.03.2020 18.00 Uhr Die Verlegerin

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Wir laden in unserer KKK-Reihe zu unserem 42. Film ein

Montag, 23.03.2020 18.00 Uhr Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstr.17

Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) muss nach dem Tod ihres Vaters und ihres Mannes den Posten als Herausgeberin der renommierten Washington Post und den der Vorstandsvorsitzenden des Verlages übernehmen. Eines Tages im Jahr 1971 landen geheime und brisante Informationen auf dem Schreibtisch, Ben Bradlees, des Chefredakteurs der Washington Post. Es geht in den von einem hochrangigen Mitarbeiter im US-Verteidigungsministerium, Daniel Ellsberg, kopierten Unterlagen um Verschleierung von Fakten und gezielte Desinformationen gegenüber der Öffentlichkeit. Entgegen den Beteuerungen beteiligter Regierungsvertreter erfahren die Menschen, dass der Krieg in Vietnam im Rahmen der Bekämpfung des Kommunismus schon vor dem offiziellen Kriegsbeitritt der USA geplant war, was aber gegenüber der Bevölkerung jahrelang verneint wurde mit der Aussage dort keinen Krieg führen zu wollen. Die Verantwortlichen der Washington Post stehen vor der Entscheidung, ob sie über den Inhalt dieser Papiere berichten sollen oder nicht. Da es sich um Geheimdienstinformationen handelt, befürchten sie, wegen Hochverrats im Gefängnis zu landen. Dennoch gibt Graham letztendlich ihre Zustimmung, denn es sei Pflicht der Presse, die Wahrheit zu drucken. Eine freie Presse darf sich auch von der Regierung nicht erpressen lassen. Die Auseinandersetzung zwischen Journalisten und Regierung wird zum Symbol für die Pressefreiheit und geht bis zum Obersten Gerichtshof der USA.

Die Verlegerin zeigt eine mutige Frau, die sich gegen den Machtapparat in Washington stellt, darüber hinaus ist der Film nicht nur ein packender Polit-Thriller, sondern ein auch heute unverändert notwendig gewordenes leidenschaftliches Plädoyer für Pressefreiheit. Er ist nicht nur ein Zeitdokument, sondern ein Beitrag zur gegenwärtigen medienpolitischen Diskussion in Europa und in den USA („Fake News“ sind in aktueller Diskussion). „Die Verlegerin“ von Steven Spielberg wurde vom US-Filmverband als „Bester Film des Jahres 2017“ ausgezeichnet und erhielt zahllose Golden-Globe-Nominierungen


Wir erbitten die Anmeldung unmittelbar beim Drehwerk, Tel. 02225-7081719. Bitte geben Sie die Mitgliedschaft bei GIK, FSM oder BVM an.
Die Anmeldung ist verbindlich. Im Eintrittspreis von (jetzt) 12 € ist ein Imbiss eingeschlossen. Plötzliches Verhindertsein verpflichtet zum Anruf oder zum Stellen einer Ersatzperson. Immer wieder werden Interessenten abgewiesen, obgleich dann bei der Vorführung Plätze frei bleiben. Außerdem kann der Preis einschließlich Imbiss nicht gehalten werden, wenn Angemeldete ohne Nachricht wegbleiben. Kosten müssen deshalb in diesem Fall in Rechnung gestellt werden. Bitte Karten vor 17.50 h an der Kasse abholen und die Plätze bis 17.55 h einnehmen.

Edeltraud Rädle, Erika Neubauer, Manfred Jastrzemski, Bernhard Granz, Gottfried Dietzel

Bei Fragen wenden Sie sich an Edeltraud Rädle, Tel.: 02225 15027 oder edel-raedle@t-online.de